Geschichte "Der Bolonka Zwetna"



Die besondere Bichonart; Der Bolonka Zwetna

Aus Russland kommen sie, die bunten Schoßhündchen (zwetna= bunt, Bolonka= Schoßhündchen).
Als Rasse sind sie im Westen nicht anerkannt, wohl aber besitzen Russlandimporte Ahnentafeln mit dem Vermerk FCI, da der russische Zuchtverband mit der FCI kooperiert. Ein Kuriosum! Verwandt ist der kleine Lockenschopf mit dem aus Russland stammenden Bolonka Franzuska.
Es ist ein offenes Geheimnis, dass seit Anfang der 50er Jahre in Russland, im damaligen Leningrad, aus den dort bekannten Bolonka Franzuska, ein weiterer, kleiner, zierlich,
quadratisch gebauter Kleinhund (Größe zwischen 20-28cm), der Bolonka Zwetna, entstand. Durch sein entzückendes Aussehen, sein liebreizendes und charmantes Wesen zieht er immer mehr Liebhaber in seinem Bann. Die Haarstruktur des Bolonka Zwetna ist fein, seidig und nicht so stark gelockt, wie die des Bolognesers. Alle Farbvarianten sind erlaubt mit weiß außer reines Weiß. Bei verschiedenen Verpaarungen fielen gelegentlich sehr helle, fast weiße Welpen, die als "Bologneser" eingetragen wurden. Schnell fand diese farbige Variante des Bolognesers eine Vielzahl von Liebhabern. Die Anatomie des Bolonka Zwetnas stimmt mit denen des Bolonka Franzuskas im Wesentlichen überein. Die spezifischen Kennzeichen des Pekinesen und Shih-Tzu's wurden nicht an den Nachwuchs weitervererbt. In der ehemaligen DDR wurde er sogar in der Fachliteratur publiziert.




In dem bekannten Bi-Lexikon der Hunderassen wurde der Rassestandard desBolonka Zwetna, neben dem des Bolonka Franzuska und des Bolognesers aufgezeigt. Trotzdem die russischen Ausfuhrbestimmungen sehr streng reglementiert waren, gelang es einigen wenigen Züchtern in den Besitz exzellenter Exemplare, diesen so faszinierenden Schönheiten zu gelangen. Speziell im Thüringer Raum gab es verschiedene Züchter, die sich sehr bemühten diese entzückende Bichonart nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Ihren Mühen und Eifer ist es zu verdanken, dass die Bolonka Zwetna heute in mehreren Zuchtvereinen ihre Berechtigung erlangt haben. Jeder Wurf steckt voller Überraschungen, denn den Bolonka Zwetna gibt es ja bekanntlich in vielen interessanten Farben. Mit der Wende bestand keine Veranlassung mehr, die Hunde zu verheimlichen, und man nannte sie Bolonka Zwetna. Die Weißen wurden als Bologneser anerkannt und in den VDH übernommen. Der Bolonka Zwetna nicht.
Den Bolonka Zwetna gibt es in vielen hübschen Farben. Das Fell ist nicht so stark gelockt wie beim Bologneser und nicht so seidig wie beim Malteser. Es wird regelmäßig gebürstet und ist in der erwünschten Struktur beim erwachsenen Hund pflegeleicht. Rassische Übertreibungen wie zu kurze Nase, vorstehende Augen und krumme Beine gehören nicht zum Rassebild. Er ist lebhaft, verspielt und geht gerne spazieren.
Dieser kleine, zartgebaute Hund ist sehr gehorsam und seiner Familie, einschließlich der Kinder, treu ergeben. Er meldet Besucher mit einem kurzen Bellen an und ist in der Wohnung ein ruhiger Geselle.
Schätzungsweise gibt es 500 Bolonka Zwetna in Deutschland, wobei er in den neuen Bundesländern sehr viel mehr verbreitet ist als in den alten.
Diese reizende Kleinhunderasse, die unter heftigster Kritik, normaler Weise ebenfalls zu den bichonartigen Hunden gehört, wurde bis heute noch nicht International anerkannt.

* mit freundlicher Genehmigung der Verfasserin Eva Maria Krämer
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